Einsatzgebiete
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Der Weg der 46. Infanterie Division




Polen                                                         September 1939 - Mai 1940

Frankreich                                                 Mai 1940 - Juni 1941

Ostfront,Süd                                             Juni 1941 - September 1944

Ungarn & Tschechoslowakei                   September 1944 - März 1945






Feldzug und Besatzungszeit in Polen September - Oktober 1939

1.September 1939 Angriff auf polnische Grenzstellungen

4.September Tschenstochau

über Przedborz an der Pilitza und Radom wurde die Weichsel erreicht.

Kämpfe im Waldgebiet westlich Przysucha,nördlich Radom und an der Weichsel (Grabow,Koziennice,Warka,Studzianka)

anschliessend an der Südfront von Warschau eingesetzt

härtester Widerstand in warschaus Vorort Wilanow bei Fort IX,Fort Tsche und Fort Dombrowskiego

Nach der Kapitulation Warschaus übernahm die Division die Besetzung des gebietes ostwärts der Weichsel (Minsk,Siedlce,Mordy bis zum Bug nordwestlich Brest)

Während des Polenfeldzuges legte die Divsion 847km zurück



Ruhe und Ausbildungszeit in Höxter,November 1939 - Mai 1940

Anfang November 1939 wurde die Division von Polen nach Westfalen in den Raum Höxter,Borgentreich,Altenbeken,Steinheim verlegt.
Das Divisions Standquartier befand sich in Bad Driburg.Die folgenden 6 Monate dienten der Auffrischung und Ausbildung.


Verladung nach dem  Westen Mai 1940

Am 9.Mai 1940 wird bereits ein bataillon aus dem Raum höxter auf dem Luftwege nach Rotterdam-Dordrecht zum Kampf um die Walbrücken abtransportiert. Die Masse der Division wird am 12.Mai nach dem Westen verladen und im Raum Aachen versammelt. Von dort geht es im Vormarsch durch Holland,bei Maastricht über die Maas und die belgische Grenze, weiter über Hannut in den Raum Pervez-Egehzee-Avins. Von hier marschiert die Division über Namur, durch das belgische Kohlenrevier von Charleroi, über die belgisch-französische Grenze Avesnes-Le Chateau-Cambrai in den Raum von Bapaume-Albert immer hinter der Front her. Dann geht es in den Raum Vignecurt-St.Leger-Havernas nördlich der Somme zwischen Abbeville und Amiens.

Erster Einsatz in Frankreich - Juli 1940

Hier wird die Division am 4.Juni erstmalz zur Erzwingung des Sommeübergangs eingesetzt, der im Raum Conde Folie-Flixecourt zunächst überraschend gelingt,dann aber zu schweren Kämpfen bei Picquigny-Fourdrinoy-Floxicourt-Bougainville führt,bei denen die Division erstmals auf feindliche Panzer stößt. Von dort kämpft sich die Division weiter nach Blanchy-Famechon , wo der Übergang über den Abschnitt von Croix erzwungen wird. Dann geht es kämpfend weiter über St.Romain-Gouzencourt nach Grandvilles. Von dort stößt die Division nach Süden über den Abschnitt Hericourt-La Chapelles, über Cournay-Etrepagny auf die Seine zu, die im Raum Vernon erreicht wird. Hier erzwingt die Division den Übergang in Richtung Pacy. la heuniere-Donains werden genommen, müssen aber wieder vorrübergehend geräumt werden. Nach Ordnung der Verbände wird die Straße St.Aquilin-Bonnieres überschritten.
Dann wird der Übergang über den Eureabschnitt und anschließend über die Vesgre zwischen Rouves und Houdan erzwungen.Weiter geht es nach Süden. Am 16 Juni wird nach harten Kämpfen Chateauneuf,St.Sauveur und Chene Cheneu genommen. Der 16.Juni wird der letzte Kampftag der Division. Die Division wird Korps Reserve. Alos marschiertsie in anstrengenden Gewaltmärschen in den Raum Montieres-Fontaine Simon-La Lupe-Belleme und weiter in den Raum Mareche-St.Morceau-St.James-Ballon. Dann geht es weiter über Le mans. Am 22 Juni erreicht sie den Raum nördlich der loire bei Angers-LeLion d Angers-Champigne-Duon. Hier erfährt sie die Nachricht vom Waffenstillstand. Es wird Halt befohlen.Die Waffenruhe tritt ein.
Aus dem Raum nördlich Angers wird die Division nach acht Tagen Ruhe im Fußmarsch über Saumure-Chinon in den Raum von Tours an der Loire verlegt. Bisher hat sie inzwischen im Westen rund 1000km zurückgelegt und viele gute Kameraden verloren.


Besatzungszeit in Frankreich von Juli 1940 bis März 1941

Besatzungszeit der Division im Raum von Tours, zur Sicherung der Demarkationslinie und zur Bewachung der vielen großen Beutelager in Tours. Im Wechsel wird ein Infanterie Regiment als Wachtruppe nach Bordeaux verlegt.

Abtransport nach dem Balkan - März 1941

Am 10 März wurde die Division im bahntransport über Süddeutschland-Sudetenland-Preßburg-Budapest-Siebenbürgen und die Karpathen bis in den Raum von Bukarest verlegt. Die Fahrt dauerte fast 14 Tage.

Marsch durch den Balkan - März bis Mai 1941

Aus dem Bukarester Ausladeraum marschiert die Division, die ursprünglich für ein übersetzen über das schwarze Meer vorgesehen war, am 21.März nach Süden,überschritt bei Giurgiu/Russe die Donau und betrat bulgarischen Boden. Von dort ging es über Philipopel- den Schikapaß - an Plodiv vorbei nach Dubnitza südlich Kjustendil über den Paß bei Samolkow über Stip und Veles und von dort nach Prilep, in dessen Raum die Division zur Sicherung verblieb ohne an Kämpfen teilgenommen zu haben. Nach etwa 3 Wochen Ruhe in Prilep wurde die Division im Fußmarsch nach dem Banat nördlich Belgrad verlegt. Von Prilep ging der Marsch durch das Varda- und Moravatal über Kumanowo-Vranje-Leskovac-Nisch-Krakujevac-Semendria-Belgrad in das südliche Banat (Pancevo-Dolovo-Marmorak-Debliatscha), wo die Division in Ruhe kam. Der Hin- und Rückmarsch durch den Balkan betrug rund 2315 km bei Tagesmarschleistungen von zumeist 40-50 km.

Ruhezeit im Banat, Juni/Juli 1941

Um die Monatswende Mai/juni trifft die Division im Banat ein und bezieht dort Unterkunft.

Abtransport nach Rußland

Anfang Juli wurde die Division im Banat verladen. Per Bahn ging es abermals durch Siebenbürgen und die Karpathen, diesmal nach dem nördlichen Rumänien, wo wir im Raume Botosani nach mehrtägiger Fahrt ausgeladen wurden. Von dort ging es im Fußmarsch gen Osten. Bei Stephanesti wurde der Pruth und damit die rumänisch-russische Grenze überschritten. Von Stephanesti ging es dann in Richtung auf Jampol am Dnjestr, an dem entlang sich die Stalinlinie befand, die von den Frontdivisionen bereits durchbrochen war.

Einsatz in Rußland/Ukraine - Juli/September 1941

Die Division überschritt südlich Jampol den Dnjestr und wurde an ihm entlang nach Süden zur Verfolgung vorstoßend erstmals eingesetzt. Sie stieß ohne großen Feindwiderstand auf Pestschanka-Krustowa westlich Balta vorbei über Birsula-Stepanowka und Beresowka vor. Hier überschritt sie den Tagul, stieß über die deutschen Dörfer Worms-Rohrbach-Speyer-Landau zum Bug vor und überschritt diesen nach vorherigen heftigen Kämpfen in Gegend von Kandybina ohne nennenswerte Feindberührung. Bei Neu-Danzig ging es über den Ingul, bei Tarasowka über den Ingulez und bei Bereslav über den Dnjepr, dessen Übergang bereits die links vor uns eingesetzten Divisionen nach hartem Kampf erzwungen hatten.
Vom Dnjepr ging es dann unter zeitweise heftigen Kämpfen über Kachowka-Tschernaja Dolina-Tschaplinka bis vor die stark befestigte Krimlandenge bei Perekop.


Durchbruch durch die Krimenge bei Perekop - September 1941

Nachdem die Leibstandarte vergeblich versucht hatte, die starke Befestigung im Handstreich zu durchbrechen, trat die Division nach kurzer Ruhe, Erkundung und Bereitstellung Ende September gemeinsam mit den Nachbarn nach starker Artillerievorbereitung zum Angriff auf die Perekop-Stellung an. Sie erzwang den Durchbruch und stieß über den Tatarenwall bis zur Seenge südlich Armjansk vor, wo sie erneut auf starke Stellungen und Feindwiderstand stieß und vorübergehend in die Verteidigung gedrängt wurde.


Durchbruch über die Seenge und den Ischun - Oktober 1941

Nach Heranziehung von schwerster Artillerie und Nebelwerfern trat die Division Mitte Oktober erneut an, durchbrach die Seenge und stieß über die Bromfabrik - Krasnoperekop bis zum Ischun vor, wo sie abermals zur Verteidigung übergehen mußte, dann aber auch dort den Widerstand brach und damit entgültig den Einbruch in die Halbinsel Krim erzwang.
Mit diesem Einbruch schien der Widerstand des Feindes gebrochen, so daß die Division in zügiger Verfolgung entlang der Bahn über Dschankoy - Seitler - Islam Terek - Wladislawowka - Koy Assan bis zur Landenge von Parpatsch ohne nennenswerten Feindwiderstand nachstoßen konnte.



Durchbruch durch die Parpatsch Enge - November 1941

Der zweite Durchbruchsversuch erfolgte Anfang November, damit gelang unter schweren Verlusten der Einbruch auf die Halbinsel Kertsch. Nach dem Durchbruch stieß die Division zügig entlang der Bahn über Ogus Tobe-Sjem Kolodesie-Nowo Nicolajewka-Swoch vor. Anschließend überwand sie beiderseits Bagarewo nochmals heftigen Widerstand und hatte dann mit der Einnahme von Katerles-Bulganak und Kertsch Mitte November die Halbinsel Kertsch erorbert. Die Division war am Ende ihrer kraft, die Komapniestärken betrugen zumeist nur noch 20 Mann.

Küstenschutz auf der Halbinsel Kertsch - 26. und 29. Dezember 1941

Die Division wurde im Raum Kertsch zum Küstenschutz eingesetzt und konnte sich nur notdürftig erholen. Nennenswerter Nachersatz erfolgte nicht, die Kompanien blieben im allgemeinen unter 50% ihrer Sollstärke. Der von oben geplante anschließende Übergang über die Meersstraße von Kertsch blieb der Division gottlob erspart. Inzwischen war der Winter eingebrochen, ohne das Winterbekleidung eingetroffen war. Die Luftbilderkundung besagte das der Russe sich auf der Tamanhalbinsel zum Angriff über die Meerenge bei Kertsch bereitstellte. Trotzdem wurde die Nachbardivision zum Angriff auf Sewastopol herausgezogen. Die in ihrer Kampfstärke sehr geschwächte Division mußte alleine den Küstenschutz von nunmehr 250 Küstenkilometern übernehmen. So war die Division durch diese Maßnahme vor eine unlösbare Aufgabe gestellt worden, mit der der tragische Teil ihrer Geschichte beginnt.
Sie selbst war allein zu schwach und unbeweglich, um eine Großlandung der Russen auf der Halbinsel Kertsch zu verhindern. Die nach Sewastopol herausgezogenen Divisionen reichten ihrerseits nicht als Verstärkung aus, um Sewastopol, wie beabsichtigt, noch im Dezember zu nehmen. Sie verbluteten nutzlos. Sewastopol fiel nicht. Der Russe erzwang durch Großlandungen den Rückzug der Division von der Halbinsel Kertsch, die somit wieder in seine Hand kam.

Landung der Russen auf Kertsch - 26.und 29. Dezember 1941

Die Tragödie der Division begann. Nach kurzer ruhezeit und dem Weihnachtsfest landete der Russe in der nacht vom 25. auf 26. Dezember überraschend bei Kertsch-Bulganak und Tschelotschik/Myssür z.T. auch mit Panzern. Bei den schwachen Kräften konnten die 3 Regimenter unter Einsatz aller Reserven die gebildeten Brückenköpfe nur mühsam abriegeln und im Angriff langsam bereinigen. Vorraussetzung für eine rastlose Bereinigung war aber, daß keien weitere Anlandungen mehr, insbesondere im Rücken,erfolgten, da hiergegen keine Kräfte mehr zur Verfügung standen. Der Kampf um diese Brückenköpfe fand bei 30 Grad unter Null und eisigem Winde im freien Gelände ohne jede Winterbekleidung statt.
Während dieser Kämpfe landeten am 28./29.Dezember weitere starke Feindkräfte 120km im Rücken der Division bei Feodosia und drohten sie abzuschneiden. Daraufhin gab nach eingehender eigener, wie auch mehrfach von den Regimentskommandeuren über die Division eingeholter beurteilung der Lage, der Kommandierende General Graf Sponeck der Division den Befehl zum beschleunigten Absetzen und zum Rückzug unter Aufbietung aller Kräfte in die Landenge bei parpatsch-Koy Assan, nördlich Feodosia.
Die Division erreichte wie befohlen am 31. gegen Mittag mit der Masse Koy Assan. Im Rücken, im Westen saß bereits der Russe in Wladislawoka und marschierte gleichzeitig von Süden von Feodosia her gegen Koy Assan. Nur der Nordteil der landenge in der Gegend Seit Assan-Dschankoy-Kiet war noch feindfrei. Der Division wurde der sofortige Angriff und Durchbruch in Richtung Wladislawoka im Westen befohlen. Der Angriff blieb aber im Abwehrfeuer der Russen hoffnungslos liegen. Im Schutz der Dunkelheit machten die beiden eingesetzten Regimenter "rechts um" und wichen nach Nordwesten in den noch freien Raum Kiet-Seit Assan aus und hatten sich so kampflos aus der Umklammerung befreit.
Es ist gerade Neujahrsnacht 1941/1942. Das feindbesetzte Wladislawoka liegt jetzt vor der Front und nicht mehr im Rücken. Kaum daß sich die Division zur Abwehr mit vorerst noch offenem Südflügel eingerichtet hatte, trat der Russe von Osten her zum Angriff an. So liegt die Division vom 2.Januar 1942 im ständigen schwersten Abwehrkampf im winterlichen freien Gelände und schlechten Unterkünften. Sie wehrt alle angriffe unter schwersten Verlusten für den Feind ab und verhindert seinen Durchbruch auf die Halbinsel Krim. Auch der Südflügel der Division erhält wieder Anschluß an die bei Feodosia neuerstandene Front. Sie selbst wird durch rumänische Einheiten verstärkt. Die gefahr ist vorerst gebannt.

Wiedereroberung der Halbinsel Kertsch-- Mai 1942

Am 8.Mai trat die Division erneut zum Angriff auf die Parpatsch-Enge an,diesmal im Verein mit einer Panzerdivision. Dabei durchbrach sie die Enge und stiess in gleicher Richtung wie 1941 wieder auf Kertsch vor.
Der Vormarsch führte durch die Orte Korpetsch,Parpatsch,und den Kessel bei Ak Monaj,dann an Nowo Nikolajewka,Liebknechtowa,Mal Babtschick,weiter an Kap Tarchan,Baksy,Jenikale,Opossnaja,Jurakow Kut und zum Schluß an Adschim Uskai,Kap Kany und das Hüttenwerk von Kolonka.
Der Division wurde für ihre erneute großeLeistung die besondere Anerkennung von Korps udn Armee ausgesprochen. Es war ein ganzer Erfolg und die Krim somit wieder bis auf Sewastopol feindfrei.Die Division selbst übernahm wieder den Küstenschutz im Raum um Kertsch.

Wiederum Küstenschutz bei Kertsch - Juli/August 1942


Nach der Einnahme von Sewastopol wurden die Einheiten der Division in ihrem alten Bereich bei Kertsch zum Küstenschutz eingesetzt. Erwähnenswert bleibt hier noch,daß sich starke russische Kräfte bei dem Angriff im Mai in den ausgedehnten unterirdischen Steinbrüchen bei Adschim Uschkai der Gefangennahme entzogen hatten,sich dort noch monatelang verbissen verteidigten und das ganze Gelände gefährdeten.

Übersetzen über das Asowsche Meer/Anlandungen auf der Taman Halbinsel - September 1942


Fortsetzung folgt......

















wichtige Webseiten
 
www.forum-der-wehrmacht.de

www.lexikon-der-wehrmacht.de

www.balsi.de

www.grenadierregiment162.de.tl

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Bekanntmachungen
 
Heute am 13.01.2011 wurde mein geliebter Großvater Heinz Roschlau
nach kurzer schwerer Krankheit zur großen Armee abberufen.

Er weilt jetzt bei seinen Kameraden der 46.ID
die lange vor ihm gehen mussten.
 
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